Wenngleich der Lebensraum des Uhus unterschiedlich aussehen kann und von Kirchtürmen über Friedhöfe bis hin zu Industrie- und Brückenbauten reicht, ist die Wahl der beiden Dossenheimer Paare doch eher arttypisch. Denn häufig fällt sie auf felsig strukturierte Landschaften mit offenen bis halboffenen Jagdflächen. An der Spitze der Nahrungskette stehend variiert seine Beute stark. So prädiert er größere Säugetiere wie Hasen, Ratten, Kaninchen, Füchse, aber auch Rabenvögel oder Tauben sowie Amphibien und Reptilien. Der Uhu ist also ein typischer Nahrungsopportunist. Seine Flexibilität bei der Wahl von Brutplatz und Beute ist einer der Hauptgründe für seine Bestandserholung in den letzten Jahren. Denn nachdem der Uhu lange Zeit bejagt worden war, ist der Bestandstrend inzwischen positiv, was insbesondere auf strenge Schutzmaßnahmen und einige Auswilderungsprojekte zurückzuführen ist.
Kurz nach Sonnenuntergang flog das Uhu-Männchen im lautlosen Anflug auf die Hangkante des Steinbruchs und wechselte dann nochmals seinen Platz. Seine charakteristischen Bu-hoo-Rufen waren dabei ausdauernd zu hören.
Vielen Dank für das rege Interesse und den gelungenen Start ins neue Jahr!
Lesen Sie hierzu auch den Artikel der RNZ.