Kinderferienprogramm im Steinbruch Leferenz und auf der BUND Streuobstwiese

15. September 2026

Im Rahmen des Kinderferienprogramms der Gemeinde Dossenheim fanden in diesem Sommer zwei Veranstaltungen des BUND OV Dossenheim statt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von „Natur erleben im Steinbruch Leferenz"  (Dagmar Schülke)

Zusammen mit der Naturpädagogin Birgitta Gräber-Bickel vom BUND Regionalverband ging es am 3. August in den Steinbruch Leferenz. Mit wachen Sinnen starteten wir die Veranstaltung „Natur erleben im Steinbruch Leferenz“ im Eingangsbereich des Steinbruchs. Bei hohen Temperaturen über 30 Grad konnten wir dennoch in guten Schattenplätzen die Amphibienbiotope im Steinbruch beobachten, die dank der BUND Arbeitsgruppe Steinbruch Leferenz über den gesamten Sommer mit eigens für die Trockenheit gesammeltem Regenwasser versorgt werden können. Birgitta Gräber-Bickel machte den Lebensraum Steinbruch für die Kinder erlebbar und vermittelte viel spannendes Wissen über die verschiedenen Gesteinsarten. Den späteren Vormittag haben wir im für die Öffentlichkeit abgeschlossenen Bereich auf der mittleren Ebene verbracht. Hier gibt es viele Tierspuren zu entdecken. Denn nicht nur der Uhu brütet hier. Zahlreiche Insekten und Kleintiere finden hier einen geschützten Lebensraum. 

Im Steinbruch wachsen auch viele Kräuter, deren Wirkung und Nutzen erklärt wurden. Außerdem gab es auch leckere, wilde Früchte, die von den Kindern begeistert geerntet wurden. Wilde Kirschpflaumen und Brombeeren in voller Reife konnten direkt von Baum und Strauch genossen werden.

Zur Beobachtung von Insekten kamen die von der Volksbank Heidelberg-Neckartal eG für die Umweltbildung des BUND OV Dossenheim gestifteten Insektenfänger und Becherlupen zum Einsatz. Zur Bestimmung der heimischen Amphibienarten durften alle die vom BUND als praktisches Faltblatt entworfene Amphibienbestimmungshilfe mit nach Hause nehmen.

Kurz vor Schuljahresbeginn, am 10. September, fand dann „ein Vormittag auf der Streuobstwiese statt“. Der BUND OV Dossenheim pflegt am Blütenweg ganzjährig die BUND-Streuobstwiese, die wir vom Treffpunkt Schauenburgparkplatz schnell erreichen konnten. Bei herrlich spätsommerlichem Wetter konnten wir den Lebensraum Streuobstwiese, der zu den artenreichsten Biotopen in Mitteleuropa gehört, entdecken. Mit den gesammelten Beeren und Blättern vom Wegrand haben wir Bilder in Holzrahmen gelegt und später im Weidenhäuschen auf der Streuobstwiese vielerlei Dinge ertastet, die auf der Streuobstwiese zu finden sind. Trotz der plötzlich gemäßigten Temperaturen, haben wir einige flinke Grashüpfer und andere Insekten vorsichtig gefangen und bestimmt. Hierzu diente uns die äußerst hilfreiche und empfehlenswerte BUND Insekten Kosmos App, mit der Begeisterte alle Insekten auf dem Handy bestimmen können, die in unseren heimischen Gefilden vorkommen. Die Ernte hat besonders Spaß gemacht. Mit den Apfelpflückern konnten alle Kinder Äpfel ernten und mit nach Hause nehmen. Besonders schön anzuschauen waren die knallroten Falläpfel zum Aufsammeln. Hier bedanken wir uns für die fleißige Arbeit! Zum Abschied gab es selbst gekochtes Apfelmus, das eingeweckt und so haltbar gemacht für alle verschenkt wurde.                                        

Ein besonderer Dank gilt den Mitgliedern der AWO Dossenheim, die wie im vergangenen Jahr die Vespertüten für uns alle mitgebracht haben. Im Steinbruch waren Rüdiger Neumann, Roswitha Apfel und Ulla Kammerer aktiv und zum neu zu entdeckenden Veranstaltungsort BUND Streuobstwiese am Blütenweg kamen Walter Bachert und Ingrid Ziegelhöfer.

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