Erster Grasfroschlaich seit 2009 im Folienteich
Dokumentiert wurden drei Grasfrösche, ein Weibchen und zwei Männchen. Typisch für den Grasfrosch sind die großen Laichballen, welche aus 700 bis 4.500 Eiern bestehen können und in vegetationsreichen Flachwasserbereichen abgesetzt werden. Das Laichgeschehen konzentriert sich im zeitigen Frühjahr häufig auf bestimmte Gewässerbereiche, so dass Laichballenansammlungen von mehreren Quadratmetern Größe entstehen können.
Zwar wurde der Laich sofort von den etwa 140 im Biotop kartierten Bergmolchen (an)gefressen. Auch die Eier und Kaulquappen zählen zu den Vorlieben des Bergmolchs, weshalb es bei der geringen Anzahl des Laichs nicht allzu wahrscheinlich ist, dass sich daraus Nachwuchs entwickeln kann. Dennoch zeigt es, dass sich die Grasfroschpopulation erholt und der Grasfrosch wieder zum Arteninventar des Steinbruchs zählt.
Grasfrösche sind in Baden-Württemberg sehr häufig, weil sie sich durch ihre Flexibilität und hohe Anpassungsfähigkeit viele Lebensräume zunutze machen. Die Bestandstrends sind allerdings alarmierend. Man geht davon aus, dass die Zahl der Grasfrösche in Baden-Württemberg in den letzten 60-70 Jahren um über 95 Prozent gesunken ist. Seit 2022 steht er in Baden-Württemberg auf der Roten Liste in der Kategorie “gefährdet”.