Ehrenamtlicher Amphibienschutz in Zeiten des Klimawandels

25. Juli 2026 | Amphibienschutz

Wie können wir heimische Amphibien schützen, wenn anhaltende Hitze und Trockenheit ihre Lebensräume zunehmend unter Druck setzen? Diese Frage stand bei unserer Informationsveranstaltung und Exkursion am 9. Mai im Steinbruch Leferenz im Mittelpunkt. Der extrem heiße und trockene Sommer hat noch einmal deutlich gemacht, wie wichtig dieses Thema ist: Wenn Kleingewässer austrocknen und geeignete feuchte Rückzugsorte fehlen, wird es für Amphibien immer schwieriger, sich erfolgreich fortzupflanzen.

Uwe Somplatzki, Mitvorsitzender des BUND Hemsbach-Laudenbach, gab Einblicke in die Situation der heimischen Amphibien, den allgemeinen Artenrückgang und die Folgen des Klimawandels. Dabei ging es auch um unsere praktische Naturschutzarbeit im Steinbruch. Unsere BUND-Arbeitsgruppe setzt sich seit Jahren mit angelegten Biotopen, zusätzlichen Laichmöglichkeiten und einem eigens aufgebauten System zur Regenwassersammlung dafür ein, dass die Gewässer auch während längerer Trockenperioden möglichst geeignete Bedingungen bieten.

Besonders die spätlaichenden und in Baden-Württemberg gefährdeten Arten Gelbbauchunke und Wechselkröte sind auf solche Maßnahmen angewiesen. Die Exkursion machte deutlich, wie wichtig kontinuierliches ehrenamtliches Engagement ist, um bedrohten Arten auch unter schwierigen klimatischen Bedingungen eine Zukunft zu ermöglichen. Der diesjährige trockene und heiße Sommer bestätigte dann abermals, dass die Wasserbevorratung und das Wassermonitoring zu einem wesentlichen Bestandteil des Amphibienschutzes werden. Dank der zahlreichen Ehrenamtlichen, die bis zu zweimal wöchentlich die Wasserstände im Steinbruch Leferenz kontrolliert und gegebenenfalls Wasser in die Biotope gefüllt haben, fiel trotz extremer Trockenheit und langanhaltender Hitze keines der Biotop trocken. Ohne diese Maßnahmen, das haben die Vergleichssommer 2018/19/20 gezeigt, als die jetzige Infrastruktur noch nicht vorhanden gewesen war, wären die ersten Biotope ziemlich sicher bereits Ende Mai ausgetrocknet, was mit einem 100%igen Verlust der Reproduktion einhergegangen wäre. So konnten sich Kaulquappen entwickeln und eine neue Generation ausbilden, wenngleich das Jahr mit Blick auf den Lebensraum um die Biotope herum eine große Herausforderung für die Tiere war. 

Für den kontinuierlich über Monate laufenden Einsatz unserer Ehrenamtlichen möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bedanken!

Lesen Sie hier den RNZ-Artikel.

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