Artenschutz hautnah – Ausflug zu unserem Projektpartner in den Zoo Heidelberg

20. Juli 2025 | Amphibienschutz, Steinkauzschutz

Seit ein paar Jahren ist es gute Tradition, dass die BUND-Aktiven vor den Sommerferien und zum Jahresende einen Auflug unternehmen. In der Vergangenheit führen uns diese unter anderem in die Rheinauen ins Naturschutzzentrum nach Karlsruhe-Rappenwört, in die Klimaarena nach Sinsheim oder unseren BUND Kolleg*innen auf die Bacherlebnisstation nach Ladenburg. In diesem Sommer war es nur allzu naheliegend, unseren Projektpartner, den Zoo Heidelberg, zu besuchen und uns dort über die Artenschutzmaßnahmen des Zoos zu informieren. Joshua Förg, Kurator für Vögel, Reptilien und Amphibien sowie Projektassistenz der Geschäftesführung, führte uns gut zwei Stunden zu mehreren Artenschutzprojekten, an denen der Zoo Heidelberg beteiligt ist, und gewährte uns viele spannende Einblicke hinter die Kulissen. 

Denn der Zoo Heidelberg engagiert sich als wissenschaftlich geführter Zoo mit seiner täglichen Arbeit aktiv für den Schutz vieler Tierarten. Über die Hälfte der rund 150 Tierarten, die im Zoo Heidelberg ihr Zuhause finden, sind nach der Roten Liste der IUCN gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Der Zoo Heidelberg beteiligt sich an verschiedenen in-situ Artenschutzprojekten auf der ganzen Welt. „In-situ“ bedeutet, dass Tiere in ihrem ursprünglichen natürlichen Lebensraum beobachtet, erforscht und erhalten werden.

Dabei leistet er mithilfe der Gelder aus dem freiwilligen Artenschutz-Euro nicht nur finanzielle Unterstützung. Darüber hinaus unterstützt er sie mit Know-How und der aktiven Hilfe durch Mitarbeiter des Zoos.

Es ist eine besondere Würdigung unserer Arbeit, dass sich unter den Artenschutzprojekten, die der Zoo Heidelberg in Europa unterstützt, darunter die weithin bekannten Projekte zum Feldhamster, Waldrapp und Geier, unsere beiden Projekte - nämlich das zu den spätlaichenden Amphibien im Steinbruch Leferenz sowie das kooperative Artenschutzprojekt "Gemeinsam für den Steinkauz" befinden.

Daher hat es uns besonders gefreut, dass wir eine Woche vor unserem Ausflug in den Zoo das Zoo-Team bei uns im Steinbruch Leferenz begrüßen durften. Dort machten sich die Mitarbeiter*innen einen Eindruck von den Maßnahmen, mit denen wir die beiden spätlaichenden Amphibienarten Gelbbauchunke und Wechselkröte unterstützen, und entdeckten viele Gelbbauchunken in unterschiedlichen Entwicklungsstadien, darunter in diesem Jahr die ersten etwa 50 Individuen, die gerade die Metamorphose erfolgreich abgeschlossen hatten. 

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