BUND Ortsverband Dossenheim

Steinbruch Leferenz

Geschichte des Steinbruchs Leferenz

Zwischen 1883 und 1985 wurde im Steinbruch Leferenz für den Straßen- und Eisenbahnbau Quarzporphyr abgebaut. Seinen Namen erhielt der Steinbruch am Hohen Nistler von den Gebrüdern Leferenz, die das Gelände 1882 kauften und für den Abbau erschlossen. Nach der Schließung plante der Kreis den Steinbruch als Bauschuttdeponie zu nutzen. Um dies zu verhindern, gründete sich der BUND Ortsverband Dossenheim.

2009 wurde der Steinbruch als Geo-Naturpark der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dafür hatte der BUND-Ortsverband auf Bitte der Gemeinde Dossenheim in Kooperation mit dem NABU Heidelberg ein Biotop-Konzept erarbeitet. 

Impressionen aus dem Steinbruch Leferenz

Pflegekonzept

Ein Amphibienteich wird angelegt  (Manfred Kraft)

Durch die ständigen Befahrungen und Umwälzungen des Bodens entwickelten sich aktive Steinbrüche zu einem wertvollen Lebensraum. In vielen offenen Flächen fanden Reptilien Unterschlupf und konnten im steinigen lockeren Boden ihre Eier zum Ausbrüten durch die Sonne ablegen. 

Beständig entstanden frische Pfützen und Fahrrillen, die sich mit Wasser füllten und erst nach einigen Wochen austrockneten. In diesen temporären Kleingewässern fanden Amphibien ideale Entwicklungsbedingugnen für die Kaulquappen vor, da sich in ihnen weder räubernde Fische noch Insektenlarven ansiedeln konnten. Ursprünglich in den Auwäldern des Rheins lebend, zogen sie sich nach der Rheinkorrektion im 19. Jahrhundert in die aktiven Steinbrüche zurück. 

Seit dem Ende des Steinbruchbetriebs müssen neue Gewässer und Freiflächen immer wieder mühsam geschaffen werden, um den Lebensraum für die geschützten und stark gefährdeten Arten zu erhalten. Daher sind in regelmäßigen Abständen Rodungen an ausgewählten Stellen des Steinbruchs nötig, um der Sukzession des Waldes entgegenzuwirken. Die geplanten Maßnahmen besprechen wir bei Begehungen gemeinsam mit der Gemeinde Dossenheim und dem NABU Heidelberg.

Erfolge im Steinbruch Leferenz

Gemeinsam mit einer Schriesheimer Realschulklasse entsteht eine Steinschüttung für Zauneidechsen auf der Schmetterlingswiese  (Manfred Kraft)

  • Erarbeitung eines Pflegekonzepts mit dem Ziel, sonnige Stellen als Lebensraum für Reptilien zu erhalten
  • Anlage von mehreren Teichen und Tümpeln als Leichplätze für Wechselkröten und Gelbbauchunken
  • Anlage einer Schmetterlingswiese mit Steinhaufen für Eidechsen

Flora und Fauna im Steinbruch Leferenz

Im Steinbruch Leferenz lässt sich eine Vielzahl an Pflanzen und Tieren beobachten. 

Exkursion Flora und Fauna im Steinbruch Leferenz

Entdecken Sie bei der Exkursion, die vielfältige Flora und Fauna im Steinbruch Leferenz. Sie findet vorbehaltlich weiterer Entwicklungen der Corona-Pandemie am 5. Juli, 10 Uhr statt. Treffpunkt: Eingangsbereich Steinbruch Leferenz

Amphibien- und Reptilienschutz im Steinbruch Leferenz

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