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BUND Ortsverband Dossenheim

Rettet die Biene!

Insektensterben und Artenrückgang

Unzählige Studien belegen den Rückgang der Insekten. Allein in Baden-Württemberg gelten mehr als ein Drittel der etwa 50.000 vorkommenden Arten als bedroht. So sind fast die Hälfte der 460 hier vorkommenden Wildbienenarten gefährdet. In einer Studie hat die Max-Planck-Gesellschaft im September aufgezeigt, dass allein am Bodensee die Zahl der Vögel um ein Viertel in nur drei Jahrzehnten zurückgegangen ist. Auf der Schwäbischen Alb sank die Zahl der Arten im vergangenen Jahrzehnt um ein Drittel. Auch hier in Dossenheim ist der Artenrückgang zu spüren. 

Was wir als BUND Ortsverband Dossenheim tun?

Das Insektenhaus auf der BUND-Streuobstwiese bietet vielen gefährdeten Wildbienen Nistmöglichkeiten  (Patricia Reister)

Seit 2006 (mit Unterbrechung) stehen auf der BUND-Streuobstwiese Bienenvölker, die seit 2016 durch einen großen Insektennistplatz ergänzt werden. Der rege Betrieb und die vielen gefüllten Nistmöglichkeiten zeigen, wie wenig Möglichkeiten den Bienen in der intensiv genutzten Landschaft zur Verfügung stehen und wie wichtig daher solche Angebote sind.  

Neben den Nisthilfen bietet die BUND-Streuobstwiese aufgrund ihrer extensiven Nutzung den Insekten das ganze Jahr hindurch Nektar.

Konsequent vermeiden wir jegliche Nutzung von Pestiziden insbesondere Neonikotinoide, die Bienen, andere Insekten und sogar Vögel und Säugetiere schädigen und töten. 

Bienenfreundliches Dossenheim

Mehrere Insektenhäuser aus Europaletten bieten den Wildbienen in Dossenheim Nistmöglichkeiten  (Patricia Reister)

Besonders freut uns, dass sich die Gemeinde Dossenheim 2018 unter dem Motto "Bienenfreundliches Dossenheim" dem Insektenschutz verpflichtet hat und durch die kostenlose Ausgabe einer Samenmischung an die Bürger unterstützt. Das Saatgut besteht aus 50 insektenfreundlichen Pflanzen und kann im Rathaus abgeholt werden. Die Gemeinde selbst hat auf einigen gemeindeeigenen Flächen eine blühende Wiese angelegt. Seit diesem Frühjahr ergänzen große Insektenhäuser aus Europaletten die Wiesen. 

Wir sagen: Weiter so!

Seit 21. April 2020 ist sie wieder im Bauamt Dossenheim erhältlich.

 

Bienen-Volksbegehren: Aus den Eckpunkten ist ein tragbarer Gesetzentwurf entstanden

Im Herbst 2019 ging das Volksbegehren Artenschutz – „Rettet die Bienen“, eine Initiative der proBiene - Freies Institut für ökologische Bienenhaltung und wird getragen von proBiene, BUND BW, NABU BW, ÖDP BW, Slow Food Deutschland, Demeter BW, Naturland BW, AbL BW, Fridays for Future BW, Bäuerlicher Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall, Naturata, GLS-Bank und Waschbär, los. Nach wenigen Wochen endete am 15. Oktober die Mobilisierung für das Volksbegehren. In Verhandlungen zwischen der Landesregierung, den Bauernverbänden und den Trägern des Volksbegehrens entstand bis in den Dezember ein Eckpunktepapier, das im Mai 2020 im Landtag verhandelt wird. Eine ausführliche Chronologie der Entwicklungen finden Sie hier.

Das Eckpunktepapier sieht im Kern folgende Maßnahmen vor:

  • Mehr Rückzugsflächen: Damit gefährdete Arten sichere Rückzugsräume haben, soll auf zehn Prozent der Landesfläche ein zusammenhängender Schutzraum („Biotopverbund“) entstehen. Streuobstwiesen, die besonders wichtig für die Artenvielfalt sind, werden besser geschützt und dort erwirtschaftete Produkte besser vermarktet.
  • Schutz in Schutzgebieten: In baden-württembergischen Schutzgebieten gibt es künftig nur noch Integrierten Anbau oder Öko-Anbau. In Naturschutzgebieten, das sind etwa zwei Prozent der Landesfläche, werden Pestizide ganz verboten. In allen anderen Schutzgebieten müssen Landwirt*innen künftig nach dem Integrierten Anbau arbeiten – also zum Beispiel Pestizide nur noch einsetzen, wenn bestimmte Schädlinge nachgewiesen sind oder auf resistente Sorten setzen.
  • Mehr Öko-Anbau: Die Landesregierung steigt deutlich beherzter als bisher in die Förderung des Bio-Anbaus und die Vermarktung regionaler Bio-Lebensmittel ein. Ökolandbau ist nachweislich nicht nur besser für die Artenvielfalt – sondern stärkt auch die wirtschaftliche Situation vieler Betriebe. Das Land nimmt nun mehr Geld als bisher vorgesehen in den Haushalt, um das zu fördern. Zudem stellt das Land seine eigenen Landwirtschaftsbetriebe schnellstmöglich auf Öko-Anbau um.
  • Weniger Gifte: Das Land bekennt sich zu einer verbindlichen Pestizidreduktion. Bis 2030 sollen 40 bis 50 Prozent der chemisch-synthetischen Pestizide im Land eingespart werden. Indem Landwirt*innen beim Einsatz von Spartechniken unterstützt werden, aber auch indem Kommunen, Privatgärtner und Industrie künftig auf solche Gifte verzichten.
  • Grün statt Grau: Privatgärtner werden angehalten, statt Schottergärten wieder sinnvolle Gärten anzulegen. Zudem wird die Lichtverschmutzung bekämpft.

Bienen und Bauern retten!

Für eine Agrarwende und für Artenvielfalt! Die EU-Bürgerinitiative "Bienen und Bauern retten!" braucht unsere Unterstützung. Jede Unterschrift zählt! 

Praktische Tipps zur Hilfe von Wildbienen

Hier finden Sie eine Broschüre mit Tipps zur Unterstützung der Wildbienen.

Bauanleitung für Wildbienen-Nisthilfen

Hier finden Sie eine einfache Bauanleitung für Wildbienen-Nisthilfen. 

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