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Tipps für eine nachhaltige Advents- und Weihnachtszeit

26. November 2021

Mit dem ersten Advent beginnt am Sonntag eine für viele Menschen besonders schöne Zeit, die durch viele liebgewonnene Rituale geprägt ist. Dazu zählen das gemeinsame Backen köstlicher Zuckerbrötchen, das liebevolle Dekorieren von Wohnung und Garten, die Auswahl und Gestaltung von Weihnachtskarten und -geschenken und nicht zuletzt Gespräche bei wärmendem Tee und Kerzenschein. Für all diese Erlebnisse möchten wir Ihnen praktikable nachhaltige Anregungen geben.

Schadstoff- und palmölfreie Kerzen

Kerzen sorgen in dunklen Tagen für gute Stimmung. Doch manchmal enthalten sie auch Stoffe, die gefährlich sind für Mensch und Umwelt. Vorsicht ist vor allem bei bunten Billig-Produkten und bei reich geschmückten Figurenkerzen geboten. Entscheiden Sie sich stattdessen für den Kauf von "RAL-Gütezeichen Kerzen". Rund siebzig Prozent der in Deutschland angebotenen Kerzen tragen bereits dieses Siegel. Es verpflichtet Hersteller, sich bei den Inhaltsstoffen an Grenzwerte hinsichtlich Gesundheit und Umwelt zu halten. Eine noch bessere Alternative sind Bio-Kerzen aus Bienenwachs, weil sie umweltfreundlich hergestellt werden. Besonders schön ist es, sie selber zu basteln. Bei vielen Imkern bekommt man kostengünstig Bienenwachs oder Wabenplatten zum Kerzengießen oder -rollen.

Deko aus Naturprodukten

Viele typische weihnachtliche Dekorationen waren Naturprodukte. So leiten sich die roten Christbaumkugeln ursprünglich von Äpfeln ab. Warum also auf künstliche Imitate zurückgreifen, wo die natürlichen Originale so schön sind: Tannenzweige, Zapfen, Flechte, Moos, Äste, Hagebutten, Efeu, Äpfel, Nüsse, Zimtstangen oder Anissterne – die Liste der verwendbaren Materialien ist lang. Schön ist es auch, die Ausstechförmchen nach dem Backen für die Dekoration weiter zu nutzen. Zum Beispiel mit einer Kordel versehen als Fensterschmuck.

Backen mit regionalen Rohstoffen

Zur Weihnachtszeit wird oft gekocht und gebacken. Besonders lecker und auch besser für die Umwelt ist es, wenn dabei Biolebensmittel verwendet werden. Wir empfehlen, Biolebensmittel aus der Region zu bevorzugen. Gut zum Backen geeignet sind die Getreidearten Roggen, Weizen und Dinkel, aber auch Gerste und Hafer. Für Füllungen eignen sich Marmeladen aller Art. Probieren sich auch besondere Sorten alter Obstorten, wie sie in den letzten Wochen vom Augustenbühl e.V. regelmäßig auf dem Vereinsgrundstück verkauft wurden. Zum Süßen eignet sich Honig regionaler Imker. Achten Sie auch darauf, ob sich Palmöl hinter Bezeichnungen wie Pflanzenfett", „Pflanzenöl" oder „Palmitate“ verbirgt. Für den Anbau von Palmöl werden jährlich immense Flächen von Regenwald abgeholzt – das hat verheerende Folgen für die Umwelt. Wenn man beim Backen Biomargarine oder heimische Biobutter statt der konventionellen Produkte verwendet, kann man einen Beitrag zum Klimaschutz und dem Erhalt der Artenvielfalt leisten. Auch bei Schokolade gibt es tolle nachhaltige Alternativen, zum Beispiel „Die gute Schokolade“ von „Plant for the Planet“.

Weihnachtskarten und -geschenke nachhaltig verpacken

Über schöne und kunstvoll verpackte Geschenke und liebevoll gestaltete Karten zu Weihnachten freut sich jeder. Aber das Geschenkpapier landet trotzdem meist im Müll. Warum also nicht wiederverwertetes Geschenkpapier, aber auch Zeitungen, Schuhkartons und andere Verpackungen aus dem eigenen Haushalt verwenden. Eine selbstgemachte Kordel aus einem Wollresten dazu und herrlich persönlich ist das Präsent. Auch bei den Karten lässt sich tolles aus vorhandenen Materialien gestalten. Aufgeklebt auf eine Karte aus recyceltem Papier ist die Weihnachtspost persönlicher und gleichzeitig umweltfreundlich.

Vielleicht hat Ihnen einer unserer Tipps gefallen. Probieren Sie etwas aus und schaffen Sie sich und Ihrer Familie neue nachhaltige Advents- und Weihnachtsrituale. Ihrer Kreativität und der Ihrer Familie sind dabei keinerlei Grenzen gesetzt!

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