BUND Ortsverband Dossenheim

Warum wir uns für die Verhinderung der Flurneuordnung Mergel eingesetzt haben?

Kleinstruckturierte, artenreiche Landschaft am Ölberg  (Patricia Reister)

2016 initiierten die Winzer aus dem benachbarten Schriesheim auf 65 Hektar eine Flurneuordnung, um größere und maschinengängige Rebflächen zu schaffen. Für das Landschaftsmosaik an der Bergstraße und das Vogelschutzgebiet „Bergstraße Dossenheim- Schriesheim" hätte das jedoch nichts Gutes bedeutet: Erste Pläne sahen vor, Gehölze zu roden, alte Trockenmauern abzutragen, Feldwege auszubauen und zu verlegen und Teile des Geländes mit schwerem Gerät zu planieren.

Über 400 Eigentümer hätten das Verfahren finanzieren müssen, von denen nur wenige profitiert hätten. Der Schaden für die gewachsene Kulturlandschaft wäre jedenfalls gravierend gewesen. Daher gründeten wir zusammen mit Prof. Dr. Michael Wink und Wolfang Fischer die AG Naturschutz, um in vielen Veranstaltungen und persönlichen Gesprächen gemeinsam mit großem Erfolg über die gewaltigen Schäden zu informieren. Tatsächlich ließ sich ein Großteil der örtlichen Winzer überzeugen, dass diese massive Umgestaltung mehr Nach- als Vorteile bringt (zum Beispiel jahrelange Verdienstausfälle). Aufgrund der massiven Kritik stellte die Behörde daraufhin eine kleinere Lösung vor.

Doch das Ausmaß der Flurneuordnung war den Betroffenen immer noch zu groß, weshalb wir gemeinsam mit den Winzern die Stadtverwaltung Schriesheim und den Gemeinderat aufforderten, das Flurneuordnungsverfahren durch einen Rückzug des Antrags zu beenden. Anfang März 2018 war die Flurneuordnung Megel erfolgreich verhindert.

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