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BUND Ortsverband Dossenheim

Anbau gentechnisch veränderter Organismen

In einer Demonstration am Ostersonntag 2006 wurde der Unmut über die geplante Aussaat von genverändertem Mais deutlich  (BUND Dossenheim)

2006 suchte das Bundessortenamt bzw. das Ministerium für den ländlichen Raum Forschungsfelder, auf denen das Nebeneinander von genveränderten und gentechnikfreien Mais erprobt werden sollte. Dafür waren als einzige Flächen in der Kurpfalz zwei Äcker zwischen Dossenheim und Ladenburg im Gespräch.

Wir lehnten diese Versuchsfläche ab, da

  •  Gentechnik durch die Aufhebung der Artengrenzen nichts mit Pflanzenzüchtung zu tun hat
  • sich noch nicht im mindesten absehen ließ, welche Risiken damit verbunden sind,
  • durch Erfahrungen in Nord- und Südamerika mit dem Anbau von gentechnisch verändertem Mais, Raps und Soja bekannt ist, dass sich die negativen Folgen keineswegs auf die Anbaufläche begrenzen lassen und schleichende Verunreinigungen zur Existenzgefährdung von konventionell wirtschaftenden und Biobetrieben werden können und daher von überwiegende Anzahl der Landwirte in Deutschland abgelehnt wird. 

Daher organisierten wir Information, Unterschriftenkampagnen, Gesprächen mit Landwirten und Gärtnern und zuletzt einer Demonstration am Ostersonntag. 

Bedauerlicherweise konnten wir zwar die Aussaat des Maises nicht verhindern, doch haben wir dennoch einige Erfolge erzielt:  

  •  Die Gemeinden Dossenheim und Ladenburg haben in Gemeinderatsbeschlüssen entsschieden, in die Pachtverträge der gemeindeeigenen Flächen einen Passus aufzunehmen, der den Einsatz von GVO-Saatgut nicht zulässt.
  • Es hat sich mit BürGenLand - Bürger für eine gentechnikfreie Landwirtschaft in der Kurpfalz ein Bündnis gegründet, das neben zahlreichen Einzelpersonen vor allem von mehreren BUND-Gruppen an der nördlichen Bergstraße, dem Regionalverband des BUND sowie mehreren Ortsgruppen der Partei Bündnis90/Die Grünen getragen wird.
  • Die überwiegend deutliche Skepsis und Ablehnung der Gärtner und Bauern wurde deutlich, an die wir anküpften.  
  • Hieran gilt es anzuknüpfen und über freiwillige Selbstverpflichtungen der Betriebe, Öffentlichkeitsarbeit eine andere Art der Flächenbewirtschaftung in unserer Region zu bewahren.  

Bericht über die Demonstration am Ostersonntag 2006

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